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Fuhrmann und Schneider Museum Frammersbach

Sonntag, 14. April 2013
„Frammersbach und Handelswege auf historischen Karten“

im Fuhrmann und Schneider Museum Frammersbach

Bericht von Holger Senzel
Frammersbach.
 
Zu einer Ausstellung mit einem Vortrag von Udo Weiß aus Lohrhaupten zum Thema „Frammersbach und Handelswege auf historischen Karten“ hatte der Museumsverein Frammersbach in sein Fuhrmann- und Schneidermuseum eingeladen.

Auf verschiedenen historischen Karten waren die Handelswege und der Ort, der früher übrigens „Flammersbach“ genannt wurde, zu sehen.

Alfred Moritz, der Vorsitzende des Museumsvereins Frammersbach eröffnete die Ausstellung. Anwesend waren Frank Soer, der Bürgermeister von Flörsbachtal, und die Altbürgermeister von Partenstein und Frammersbach.

Mit Udo Weiß hatten die Frammersbacher einen der besten Kenner historischer Karten des Spessarts gewinnen können. Er wurde unterstützt von Paul Reinert und Harald Rosmanitz und ging insbesondere auf die so genannte Karte „A11“ des Frankfurter Kartenmalers Elias Hoffmann ein. Diese historische Karte aus dem Jahr 1584 ist in mehrere Mappen unterteilt. So enthält die Mappe 7 die Gegend um Steinau an der Straße, die Mappe 6 befasst sich mit dem Biebergrund, die Mappe 1 enthält Lohrhaupten und Rieneck und die Mappe 2 bildet den Bereich von Frammersbach, Partenstein und Lohr ab.

„In einem zugehörigen Buch hat Elias Hoffmann beschrieben, wie die einzelnen Mappen zusammen gelegt werden müssen, damit es eine große Karte ergibt“, erklärte Weiß.

Insbesondere hob Weiß die Zubringerwege auf der Karte A11 hervor, und zeigte die Transportroute der weithin bekannten Frammersbacher Fuhrleute von Frammersbach nach Frankfurt auf.

Diese Route führte kurz vor der Brauerei nach links hoch in Richtung Laubersbach bis zum Kalbsbaum. Hier, so Weiß, spielte sich während des Bauernkrieges im Jahr 1525 eine Tragödie ab. Laut Vermerk in der Karte wurden hier 250 Bauern erschlagen.

Vom Kalbsbaum führt die Route weiter zur Wiesbütt, und von hier auf der Birkenhainer Straße an der Wachthütte bei Bieber vorbei zum Franzosenkopf. Weiter von Gelnhausen nach Hanau, den Weg zeigte die Mappe 3 der Hoffmanns-Karte und von dort auf der Mappe 5 weiter bis Frankfurt.

Zubringerwege von Frammersbach zur Bayerischen Schanz konnten durch eine Untersuchung mit der Aireborne-Laserscan-Methode ermittelt werden.

Rund 40 sehr interessierte Personen verfolgten den Vortrag.

Paul Reinert wies nochmals auf die Aktion zur Restaurierung der Hoffmann-Karte hin. Der Spessartbund hat hierzu ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse Gelnhausen (BLZ . 50750094, Kontonummer 67012) eingerichtet.

Nachdem solch eine Kartenausstellung bisher in Lohrhaupten, Rieneck, Partenstein und Frammersbach stattfand, ist nun die nächste Ausstellung im Herbst in Burgjoss geplant. Weitere Ausstellungen sind in Arbeit. Die Ausstellung in Frammersbach ist an den Sonntagen 21. und 28. April, sowie 5. und 12. Mai jeweils von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

 

Historische Kartenausstellung02

Bilder  vom 14. April 2013
Picasa Webalbum

Historische Kartenausstellung03